Meerschweinchen stammen ursprünglich aus grasbewachsenen Hochebenen und Hügeln Südamerikas. Sie wurden vermutlich von holländischen
Händlern nach Europa mitgebracht. Dorther stammt möglicherweise auch der englische Name "Guinea pig", von der holländischen Guinee nämlich, die
ein Meerschweinchen einst gekostet haben soll. Der deutsche Name wird gewöhnlich hergeleitet aus "schweineähnliche Tiere, die übers Meer kamen".
Französisch werden sie "Cochons d'Inde" genannt, da sind es also dann Schweinchen aus Indien (nun ja, Columbus glaubte ja auch, den Seeweg nach
Indien gefunden zu haben). Im Spanischen wird die Verwandtschaft zu den Kaninchen betont, "Conejillos de Indias" sind kleine Hasen aus Indien. Ihr
wissenschaftlicher Name lautet "Cavia", daher stammt auch die populärwissenschaftliche Bezeichnung "Cavy", die sich im englischsprachigen Raum schon
stark durchgesetzt hat. (Für alle, die es gern noch genauer haben: "Cavia aperea porcellus" heisst das verbreitete, domestizierte Meerschweinchen korrekt.
Dann gibt es noch die Bezeichnung "Cavia cobaya", von dem sich die im französischen recht verbreitete Bezeichnung "Cobaye" ableitet.)
In den ursprünglichen "Meerschweinchenregionen" von Peru und Bolivien sind die Temperaturen ganzjährig relativ ausgeglichen um ca. 15 bis 20 Grad und die Niederschlagsmenge ist wesentlich geringer als bei uns. Daher steht in vielen Meerschweinchenbüchern, dass man die süssen Kleinen nicht ganzjährig im Freien halten könne. Das stimmt so nicht ganz. Aber es gilt schon, einige Dinge zu berücksichtigen, wenn man beschliesst, ein Gehege zu bauen, dass sich für wirkliche Freilandhaltung eignet. Reichliches Bildmaterial zur Anregung findet sich unter den weiterführenden Untertiteln (s.o.) Und natürlich kann man Meerschweinchen, die es sich nicht gewohnt sind, nicht mitten in der kalten Jahreszeit einfach so ins Freie übersiedeln - für dieses Vorhaben wartet man besser das späte Frühjahr ab, damit sich die Tiere dann im Herbst langsam umstellen können.