HALTUNG

Die wilden Vorfahren unserer Meerschweinchen leben in Südamerika in kleinen Rudeln, meist in buschbestandenem, hügeligen Grasland. Damit ist eigentlich auch schon klar, wie sie gerne wohnen möchten - denn schliesslich unterscheiden sie sich zwar was die Farben und Fellvarianten angeht, ziemlich von den 
Ursprungstieren, aber im Verhalten sind sie ihnen noch immer sehr ähnlich.

Meerschweinchen sollten also grundsätzlich:

- nicht einzeln gehalten werden (was übrigens in der Schweiz auch gesetzlich verboten ist!)
- viel Platz zur Verfügung haben
- eine abwechslungsreiche Umgebung vorfinden und viele Verstecke, da sie sich auf offenen Flächen unsicher fühlen
- geeignetes Futter bekommen
- richtig gepflegt werden (vgl. Krankheiten - viel lässt sich durch richtige Haltung zum Vornherein vermeiden)

Es wäre schön, wenn diese Homepage noch mehr Zweibeiner dazu anregen könnte, ihren Hausgenossen ein einigermassen artgerechtes Leben zu ermöglichen!

Weil immer wieder mal Fragen auftauchen, wie denn nun die Gesetzeslage in der Schweiz ist, haben wir diejenigen Punkte der Tierschutzverordnung, die Meerschweinchen in privaten Haltungen betreffen, zusammengetragen.


Und hier kommen nun Struppi, Chips & Co. mal selber zum Wort:

Wir Meerschweinchen sind Rudeltiere, das kann gar nicht oft genug betont werden - wir leben nicht gern allein!
In der Freiheit leben wir in Familiengruppen von meist etwa fünf bis zehn Tieren zusammen.
Generationengemischt und geschlechtergemischt.





Auch in menschlicher Obhut halten wir zusammen und suchen die Nähe der andern. Die Gruppe gibt uns Sicherheit.
Wenn einer von uns aus dem Auslauf nach drinnen will - dann wollen wir alle rein. Könnte ja schliesslich sein, dass es drinnen bereits wieder leckeres frisches Heu hat? Oder das sonst was Tolles anliegt?

(Bild: Familie Kern)



 

Wir sind Fluchttiere - wir brauchen viele Versteckmöglichkeiten.




Auf offenen Flächen fühlen wir uns nicht wirklich wohl, der Instinkt sagt uns, dass wir da nicht geschützt sind gegen Raubvögel und ähnliches. Auch in gedeckten Gehegen brauchen wir daher  irgendwas, wo wir uns drunter verstecken können, sobald uns irgend etwas erschreckt. Mit mehr Versteckmöglichkeiten fühlen wir uns wohler und wuseln bald munter von einem Versteck zum andern.

Geeignet sind beispielsweise:
Häuschen, Holzstämme, Wurzeln, Röhren, kaputte Tontöpfe, Weidenbrücken, Korkröhren, Äste (über Wurzelstöcke gelegt ergeben die Beschäftigung und Versteck zugleich).