Frühlingsputz im Meerschweinchenballenberg

Wir werden immer wieder mal gefragt, wie man denn so eine grosse Anlage eigentlich sauberhält, wieviel Aufwand das macht und so weiter.
Nun, im April 2008 wars mal wieder fällig: Grossreinemachen war angesagt.
Ungefähr alle alle anderthalb bis zwei Jahre ist so eine Aktion nötig.

Zur Erinnerung: die ganze Anlage umfasst mittlerweile ziemlich genau 50 Quadratmeter.
Ursprünglich war ja hier mal Gras - aber das haben die Meeris sehr schnell ausgerottet, seither ist alles mit Holzhäckseln eingestreut.
Normalerweise werden die Chalets ungefähr einmal wöchentlich (im Winterhalbjahr dreimal innerhalb von zwei Wochen) ausgemistet, der Bodenbelag wird laufend nach Bedarf erneuert, also lediglich die verschmutzten Stellen abgetragen und frischer Häcksel eingestreut.
Nach rund anderthalb Jahren ist es aber nun einfach dringend nötig, mal wieder eine Rundumerneuerung zu starten.

Zuallererst muss mal Material besorgt werden. Unser Zweibein hat diesmal ein Riesenschwein - just an dem Tag, an dem sie beim Forstamt Holzhäcksel bestellen will, werden in unserer Quartierstrasse die Platanen im grossen Stil zurückgeschnitten und der Häcksler rattert den ganzen Tag... die werden das nicht alles unter den Bäumen und Büschen verteilen können. Also flugs hin und fragen... mehr als "nein" sagen können die ja auch nicht. (Vorher natürlich noch rasch abklären, ob Platane auch wirklich garantiert ungefährlich ist für die Meeris. Jawohl, ist sie. Fein, fein).

häcksel.jpg (94208 Byte) Und siehe da, am Abend kippen die fleissigen Gärtner einen schönen grossen Haufen Häcksel auf den Hausplatz. Rund 1,5 bis 2 Kubik sind das schätzungsweise.
Müsste eigentlich ausreichen.

Jetzt gehts also ans Schaufeln.... aber halt, zuerst müssen natürlich die Bewohner umziehen, die Wurzeln und Chalets zur Seite geräumt werden!
Eins von den kleinen Gehegen steht sowieso grad leer, super, da wird angefangen. Sobald es frisch eingestreut ist, ziehen die Meeris aus dem Nachbargehege um, dann kommt das als nächstes dran und so weiter...

vorhernachher.jpg (69386 Byte) Links im Bild: dieses Gehege kommt als nächstes dran mit Ausschaufeln, die Wurzeln sind schon mal teilweise zur Seite geräumt worden.
Die vier Meeris sind nun im rechten Abteil untergebracht, das bereits frisch eingestreut ist.
Die Chalets passen nicht durch die schmalen Türen des Geheges, man müsste erst die Dächer abschrauben. Statt dessen werden sie halt aufeinandergestapelt und schrittweise wird der Boden ausgeschaufelt, neu eingestreut und dann werden die Einrichtungsgegenstände umplatziert.

Bei zwei Chalets zeigt sich bei dieser Gelegenheit, dass der Boden ersetzt werden muss. Auch das noch. Hm.


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 Der ganze Boden wird rund fünf bis zehn Zentimeter tief weggeschaufelt. Da die Gehege aussen mit Platten, Stellriemen, etc. gesichert sind, hat es unter dem Häcksel keine Gitter. Das macht die Schauflerei einfacher.
Fürchterlich lästig sind hingegen die obersten Wurzeln der Bäume und Sträucher, vor allem die flach wurzelnde Tanne hat unterdessen Wurzeln, die bis zu 12 Meter vom Stamm entfernt sind und die den Boden zusammenhalten wie Armierungseisen. Da man sich beim Schaufeln ausserdem unter den Bäumen ständig bücken muss, meldet sich bald einmal der Rücken energisch zu Wort....

Im grossen Gehege wird die Einrichtung in der einen Hälte aufeinandergeschichtet, während in der anderen Hälfte die Schauflerei losgeht.
Die Meeris kommen immer wieder neugierig gucken, was da eigentlich los ist....
Das Aushubmaterial wird in Gärtnerharassen gefüllt - immer nur ungefähr halbvoll, sonst werden die Kisten zu schwer.
Rund 25 Kilo wiegt so eine Kiste, wenn sie zur Hälfte gefüllt ist.

Immer sechs davon passen auf einmal ins Auto.
Dann fährt Zweibein damit zum Acker und verteilt die ganze Herrlichkeit. Der Bauer wird dann hinterher alles unterpflügen.

 

 

Zweibein hat mitgezählt: elfmal musste sie zum Acker fahren.
Jeweils 6 Kisten waren im Auto. Und in jeder Kiste ungefähr 25 kg Aushub.
Das ergibt, nach Adam Riese, mehr als 1,6 TONNEN Material!

Nachdem alles frisch eingestreut ist, alle Häuschen und Wurzeln wieder fein säuberlich aufgestellt und verteilt, fehlt jetzt aber noch etwas ganz Wichtiges:
wir wollen frisches Grün! Also fährt Zweibein mit dem Veloanhängern in den Wald und holt frisch geschlagene Tannäste.

tanne.jpg (58817 Byte) Ob das reichen wird für sämtliche Ausläufe?

Doch - es reicht. Nun sieht es doch schon viel wohnlicher aus. Sofort wird wieder alles genauestens inspiziert!

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Jetzt noch eine Portion frisches Gras (nicht zu viel, wir sinds noch nicht so gut gewöhnt, jetzt im Frühling!)
Nun sind alle rundum zufrieden.
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Die ganze Frühlingsputzaktion hat alles in allem rund 20 bis 25 Stunden Arbeit gemacht.
Verteilt auf anderthalb Wochen, wohlverstanden, denn alles am Stück wäre schlicht zu anstrengend geworden.