Fremdvermittlung Vermittlungstiere

MEERSCHWEINCHENVERMITTLUNG


Seit Jahren nehmen wir immer wieder Meerschweinchen, die aus irgendeinem Grund nicht mehr gehalten werden können, bei uns auf. Je nach Alter und Gesundheitszustand bleiben einige dann für den Rest ihres Lebens bei uns. In der Regel werden sie aber nach einer angemessenen Zeit und nach allenfalls nötigen Pflegemassnahmen an ausgesuchte Plätze weitervermittelt.

Annahme

Bei der Annahme von Vermittlungstieren wird normalerweise keine Gebühr verlangt, unsere Unkosten werden gedeckt durch die Einnahmen bei der Abgabe, die einer "Schutzgebühr" entsprechen.
Bei deutlich kranken Tieren wird von Fall zu Fall abgemacht, wie die Pflegekosten gedeckt werden sollen.
Bei unkastrierten Böcken wird teilweise ein Beitrag an die Kastrationskosten (Fr. 40.- ) verlangt. Dies aus dem einfachen Grund, weil viele für ihre Weibchen bequem einen Platz im Bekanntenkreis finden oder sie selber behalten können und uns dann die "überzähligen", unkastrierten Böcke zur Vermittlung bringen.


Unterbringung

Vermittlungstiere werden in der Regel zumindest in den ersten zwei Wochen getrennt von unseren eigenen Tieren untergebracht, um eine Quarantäne einzuhalten.
Bei Einzeltieren leistet aber jeweils entweder ein anderes Vermittlungstier Gesellschaft oder eines von unseren eigenen Rudelmitgliedern.

Seit sämtliche eigenen Tiere ständig in grossen Ausläufen leben, stehen sechs Doppelställe für Vermittlungstiere zur Verfügung. Jeder Stall misst 130 x 75 cm und verfügt über ein Etagenbrett, das über die ganze Stalllänge geht, 130 x 25 cm, sowie zwei Häuschen, Futternapf, Trinkflasche.
Zu jedem Stall steht ein Auslauf von 180 x 150 cm zur Verfügung, so dass die Stallbewohner bei gutem Wetter den Tag im Gras verbringen können. Auch im Auslauf sind immer mehrere Häuschen vorhanden, ausserdem wird er durch ein Fixleintuch vor zu viel Sonne geschützt.

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Gruppen von vier bis sechs Tieren können auch im zweistöckigen Doppelstall untergebracht werden. Auch zu diesem Stall gehört selbstverständlich ein Auslauf.


Teilweise ist es auch möglich, eines der kleineren ständigen Gehege ( 4 bis 6 Quadratmeter mit jeweils zwei Chalets) für grössere Gruppen von Vermittlungstieren vorübergehend zu räumen und bereitzustellen.
In Ausnahmefällen können ausserdem zwei dieser Gehege miteinander verbunden werden, so dass eine Auslauffläche von 8 bis 12 Quadratmeter mit vier Chalets entsteht.


Tierärztliche Betreuung

Die tierärztliche Betreuung ist gesichert durch verschiedene Tierärzte in unserer Nähe, hauptsächlich:
Kleintierpraxis in Dättwil (www.kleintierpraxis.ch

Abgabe

Vermittlungstiere werden erst wieder abgegeben, wenn sie augenscheinlich gesund sind.
Böcke werden meist vor der Abgabe kastriert.
Für Vermittlungstiere wird ein einheitlicher Betrag von Fr. 50.- verlangt, der als "Schutzbetrag" gedacht ist und gleichzeitig unsere Unkosten deckt. Das mag auf den ersten Blick teilweise etwas nach Geldschinderei aussehen - etwa, wenn für ein vierjähriges Weibchen genau gleich viel verlangt wird wie für eines, das erst zwei Monate alt ist. Wer aber zu seinem älteren Kastraten oder in sein Grüppchen ein ausgewachsenes Weibchen sucht, für den ist ein vierjähriges Weibchen mehr "wert" als ein Jungtier, weil es besser dazupasst. Ausserdem kann niemand mit Sicherheit voraussagen, wie alt ein Tier wirklich wird; auch ein Jungtier kann aufgrund einer Infektion innerhalb von wenigen Monaten wegsterben, umgekehrt kann auch ein "Oldie" unter Umständen zäh am Leben hängen und noch jahrelang in der Gruppe bleiben.
Und schliesslich ist ein Leben ein Leben - und jedes Tier hat im Prinzip die gleichen Rechte, ganz egal, ob alt oder jung, ob Rassetier oder Mischling. Unterschiede nach Rasse, Farbe und subjektiver Schönheit machen wir prinzipell nicht, das ist sowieso abhängig vom persönlichen Geschmack.

Bei der Abgabe wird kein Schutzvertrag ausgestellt - es wäre uns nicht möglich, in jedem Fall die Einhaltung eines solchen Vertrags selber zu kontrollieren und ob sich so ein Vertrag im Streitfall dann rechtlich wirklich durchsetzen lassen würde, bezweifeln wir eher.
Wir versuchen, durch ausgiebige Gespräche und sorgfältige Beratung den bestmöglichen Platz für unsere Vermittlungstiere zu finden - genau gleich, wie für eigene Jungtiere auch - und halten auch nach der Abgabe nach Möglichkeit den Kontakt zu den neuen Besitzern aufrecht. Für Fragen sind wir jederzeit, auch später, da.
Wer ein Tier bei uns zur Vermittlung abgibt, erhält nach erfolgreicher Vermittlung die Adresse des neuen Besitzers und hat so die Möglichkeit, selber gelegentlich nachzufragen, wie es seinem Tier geht. Das ergibt in unseren Augen eine eher bessere  Kontrollfunktion als die Ausstellung von Schutzverträgen.

Soweit der Vorbesitzer einverstanden ist, erhält auch der neue Besitzer die frühere Adresse seines Tiers, damit er seinerseits den Kontakt aufnehmen kann. Etwa, um einfach mal zu berichten, wie es jetzt geht. Oder, um sich nach bestimmten Eigenheiten und Vorlieben des Tiers zu erkundigen.

Alle Abgabetiere werden mit Bild und näheren Angaben (soweit vorhanden) einzeln vorgestellt auf der Abgabeliste, direkt unter den Tieren aus eigener Zucht.