Wie jedes Jahr gibts auch diesmal zum Jahreswechsel wieder einige
statistische Angaben rund um Struppi, Chips & Co.
Seit 2004 haben wir jeweils so allerhand Zahlen zusammengetragen, die vielleicht
den/die eine/n oder andere/n interessieren.
Da lässt sich unterdessen doch schon einiges vergleichen bei den Angaben zu
diesen sieben Jahren.
2011 war ein schwieriges Jahr mit vielen Belastungen. Krankheit und Tod waren
öfter ein Thema als sonst üblich.
Aber es gab natürlich auch wieder viel Positives, zum Glück.
Die Anzahl aufgenommener Vermittlungstiere hat erneut zugenommen - und damit
auch die Platzierungen.
Es ist wunderbar, dass immer mehr Tierhalter wirklich grosszügige Anlagen bauen
(oder bauen lassen) und vermehrt wirkliche Gruppen halten, nicht nur Pärchen.
Die Freude über wirklich erfolgreiche Vermittlungen ist immer wieder riesengross
und motiviert zum Weitermachen.
Auch in diesem Jahr haben mehrfach Kunden erwähnt, dass sie von Tierärzten oder
Tierschutzvereinen unsere Adresse bekommen haben.
Das freut uns und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind - auch wenn wir
nach wie vor vollkommen unabhängig von irgendwelchen Tierschutzvereinen arbeiten
und keinerlei finanzielle Unterstützung bekommen.
Das Ferienangebot wurde auch in diesem Jahr sehr rege genutzt. Eigentlich eine
zwiespältige Sache - denn an sich ist unser Zweibein der Ansicht, dass gerade
bei ganzen Gruppen, die in wirklich artgerechten Anlagen leben, die beste Lösung
für die Tiere immer eine zuverlässige Betreuung vor Ort ist.
Für die Meerschweinchen ist es auch bei der grössten Sorgfalt immer ein
ziemlicher Stress, wenn sie vorübergehend in eine völlig neue Umgebung umziehen
müssen.
Unsere eigene Stammtruppe ist auch in diesem Jahr wieder ein wenig geschrumpft, von
32 auf
derzeit 30 Tiere. Seit mehreren Jahren wird keines unserer Rudelmitglieder mehr
an einen Liebhaberplatz abgegeben wenn es nicht mehr zur Zucht eingesetzt wird.
Zuchttiere machen darum nur noch eine Minderheit der Truppe aus und das
Durchschnittsalter steigt. Da ausserdem immer wieder ältere Tiere bei uns
aufgenommen werden, die nicht mehr weitervermittelt werden, ist es klar, dass
die Todesfälle gegenüber früher zunehmen.
Gerade die alten Tiere haben aber einen ganz speziellen Charme und zeigen ihren
persönlichen Charakter viel stärker als junge Tiere. Natürlich ist jeder
Todesfall traurig.
Aber es ist auch immer wieder schön, die "Oldies" zu beobachten - auch die,
denen nur noch wenige Wochen oder Monate bei uns gegönnt sind.
Der Nachwuchs hatte es im 2011 sehr schwer bei uns - diverse verschiedene
Schwierigkeiten haben Müttern, Babys und unserem Zweibein das Leben schwer
gemacht.
Noch nie gab es ein derart extremes Ungleichgewicht bei der Verteilung der
Geschlechter: es sind doppelt so viele Böckchen zur Welt gekommen als Weibchen.
Meist ist es mehr oder weniger ausgeglichen gewesen bis jetzt...
Und noch nie in den vergangenen 19 Jahren gab es so viele Totgeburten oder
Jungtiere, die in den ersten Wochen ihres Lebens gestorben sind.
Das war einfach verheerend.
Leider konnte keine eindeutige Ursache für die Schwierigkeiten gefunden werden,
die Problematik war nicht bei allen Würfen die gleiche.
Nach Absprache mit unserer Tierärztin sind aber natürlich verschiedene
Massnahmen getroffen worden und wir hoffen sehr, dass sich so etwas nie mehr
wiederholt.
Für alle, die es lieber grafisch haben, hier zwei Balkendiagramme quasi als
Zusammenfassung.
Zuerst einmal die Angaben zu den Tieren selber: Junge, die bei uns geboren
wurden (unterteilt in männliche, weibliche und totgeborene, bzw. solche, die
nach wenigen Tagen gestorben sind) und Vermittlungstiere (Jungtiere, deren
Mütter trächtig zu uns zur Vermittlung gekommen sind, werden auch hier
dazugezählt).
Der Vergleich über sieben Jahre zeigt beispielsweise, dass das
Geschlechterverhältnis bei den hier geborenen Jungtieren sich über die Jahre
fast ausgleicht, insgesamt aber eher mehr Männchen zur Welt kommen.

Als Zweites der Materialverbrauch (Angaben jeweils in Kilogramm):
Der Verbrauch im Jahr 2006 fällt vergleichsweise hoch aus - das hängt damit
zusammen, dass 2006 überdurchschnittliche viele
Meerschweinchen bei uns während den Ferien ihrer Besitzer vorübergehend zu
Gast waren und wir eine extrem grosse Gruppe von Vermittlungstieren während
rund vier Monaten betreuten.
Nachdem Dr. Clauss in seinem Vortrag über Ernährung im Jahr 2006 darauf hingewiesen hatte,
dass Karotten und Äpfel aufgrund ihres relativ hohen Zuckergehalts für
Meerschweinchen kein wirklich geeignetes Futter sind, wurde beides deutlich
reduziert, aber nicht ganz gestrichen. Das ist im Diagramm sehr gut zu erkennen.
:-)
